Zahlreiche Besuche bei der „Mittelalterey“

Kieler Nachrichten, 19.Juli 10

Graf Eberhard von Bodendiek, alias „Burgherr“ Hartmut Eller, zeigte sich sehr zufrieden mit den zahlreichen Besuchern, die seiner Einladung zur „Mittelalterey“ auf dem Gelände der Turmhügelburg am Wochenende gefolgt waren. Fasziniert vom bunten Treiben rund um die etwa 120 Zelte der verschiedensten Mittelaltergruppen freute er sich über all die dargebotene Kurzweil, die Musik und die schönen Kleider der Ritter und Edelleute. Auch zahlreiche Besucher, vor allem Kinder, hatten sich extra passend in Schale geworfen und tobten als kleine Wikinger, Ritter oder Burgfräuleins über das weiträumige Gelände.


Foto von Anne Gothsch

Mittelaltergruppen aus dem norddeutschen Raum, aber auch aus Berlin, Leipzig sowie aus Polen, hatten im Nienthal ihre Zelte aufgeschlagen, um Einblicke in das Leben und die Handwerkskunst des Mittelalters zu geben. Vielfach konnten die großen und kleinen Besucher selbst aktiv werden, zum Beispiel beim Bogenschießen, Speerwerfen, beim Töpfern oder Schmieden.
Nach alten Rezepten wurden im historischen Lehmbackofen „Ritterlaibe“ und Fladenbrote auf dem heißen Stein gebacken und verkauft. Großer Beliebtheit erfreute sich auch der dunkle Gerstentrunk, der in der Taverne in zünftigen Tonkrügen ausgeschenkt wurde.
Stets dicht umlagert war zudem die „Süßkram-Krämerey“ von Elke Hoyer aus Hannover, die mit ihrer Freundin Kirstin weißen Nougat, Butter-, Sahne- oder Whiskeykaramell sowie kandierte Früchte und „Fruchtleder“ in verschiedenen Geschmacksrichtungen feilbot.
Interessiert verfolgten die Zuschauer eine kleine Modenschau nach Mittelalterart. Mit viel Applaus wurden die verschiedenen Musikgruppen bei ihren Auftritten mit historischen Instrumenten und eingängigen Liedern bedacht, darunter auch die Gruppe „Satolstelamanderfanz“, die erstmals in Lütjenburg aufspielte und gemeinsam mit den in glitzernde und schwingende Gewänder gehüllten orientalischen Tänzerinnen des „Sarazenenstammes Ardea Benu“ das Publikum regelrecht begeisterte.